Beckstein für Volksentscheide auf Bundesebene

März 8th, 2012

Nach dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) hat sich nun auch sein Amtsvorgänger Günther Beckstein (CSU) für mehr Bürgerbeteiligung durch Volksentscheide ausgesprochen – auch auf Bundesebene.

Bereits im Jahre 1999 sprach sich der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein für Volksentscheide auf Bundesebene aus. Diese Forderung hat er Montagabend bei einer Veranstaltung der evangelischen Hanns-Lilje-Stiftung in Hannover unterstrichen. Das demokratische Instrument von Volksbegehren und Volksentscheiden könnte dafür Sorge tragen, „die Kluft zwischen Bürger und Regierung nicht noch größer werden zu lassen.“ Als positive Beispiele nannte er u.a. die Konflikte rund um „Stuttgart 21“ und den Nichtraucherschutz. Volksentscheide seien eine „gute Ergänzung zu den Parlamenten“, könnten Konflikte befrieden und ein Korrektiv zur Politik bilden.

Näheres siehe: http://www.mehr-demokratie.de/6986.html?&tx_ttnews[backPid]=5859&tx_ttnews[tt_news]=11963&cHash=046763aab77e28b5f9c98e4253218c77

Open Government und Bürgerbeteiligung

März 8th, 2012

Eine aktuelle Studie zum Thema Open Government zeigt: Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wollen stärker an politischen Entscheidungen beteiligt werden. Nur 26 Prozent der Befragten sind mit den bisherigen Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung zufrieden. Insgesamt begrüßen 96 Prozent der Bürger/innen eine weitere Öffnung von Politik und Verwaltung.

Nähere Informationen siehe:  http://www.buergergesellschaft.de/aktuelles/news-einzelansicht/106148/tn/5411/?tx_ttnews[backPid]=1&cHash=26042241d1475d9dfc1d5f77a27ab91f

 

Nachhaltige Bürgerkommune

Januar 27th, 2012

Gute Ideen hinsichtlich Bürgerbeteiligung hat die 2007 in Bayern gestartete Initiative „nachhaltige Bürgerkommune“  (http://www.nachhaltigebuergerkommune.de), an die sich bis heute schon 40 Gemeinden angeschlossen haben.

Das Projekt Nachhaltige Bürgerkommune wurde im Jahr 2007 vom bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz initiiert (damaliger Chef war Herr Söder).

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle nur die wichtigsten Aussagen der Initiative nennen:

-Der politische Gestaltungsspielraum auf kommunaler Ebene muss gegenüber bedenklichen Entwicklungen bürokratischer Überregulierung und finanzieller Austrocknung gesichert werden.
- Die Bürgerinnen und Bürger müssen in die politische Diskussion und Entscheidungsfindung konstruktiv einbezogen werden. Dies ist nur durch Strukturen möglich, die demokratische Teilhabe stetig und dauerhaft ermöglichen.
- Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements durch geeignete Rahmenbedingungen und Anlaufstellen.
- Wesentlicher Erfolgsfaktor ist die umfassende Beteiligung der Bürgerschaft. Hierzu ist eine beteiligungsfreundliche Politik und eine beteiligungsoffene Verwaltung gefragt, die mit Rahmenbedingungen und Zielvorstellungen freiwilliges Engagement und Verantwortungsübernahme durch Bürgerinnen und Bürger aktiviert und unterstützt.

Wir benötigen u.a.:

-eine kommunale Leitbildentwicklung, die regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt wird.
-nachhaltige Strukturen, die eine dauerhafte Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger anden kommunalen Weichenstellungen gewährleisten eine gesicherte, transparente und nachhaltige Haushaltsführung.

Das verantwortungsbewusste Zusammenwirken der Akteure in Politik, Verwaltung sowie aller Bürgerinnen und Bürger setzt neue Kräfte frei und findet kreative Lösungen für die Bearbeitung aktueller Herausforderungen: Umgang mit dem demographischen Wandel, Sicherung der kommunalen Finanzkraft, Klima- und Ressourcenschutz, Standortwettbewerb, Familienfreundlichkeit, Bildung u.v.m.

Der neue Finanzminister Herr Söder nennt die „nachhaltige Bürgerkommune“ ein Zukunftsmodell. Ich hoffe, Schwabach schließt sich in nächster Zeit dieser Initiative an, damit unsere Stadt auch ein „Zukunftsmodell“ und kein „Auslaufmodell“ wird.

Olof Palme hat einmal gesagt:
Es ist eine Irrlehre, dass es Fragen gibt, die für normale Menschen zu groß und zu kompliziert seien. Akzeptiert man einen solchen Gedanken, so hat man einen ersten Schritt in Richtung Technokratie, Expertenherrschaft, Oligarchie getan. Die Politik ist zugänglich, beeinflussbar für jeden. Das ist der zentrale Punkt der Demokratie.

Nachtrag zum 1. Bürgerbegehren in Schwabach

Januar 16th, 2012

Nachdem die FBIS (Freie Bürgerinitiative Seckendorfstrasse) über 2700 Unterschriften an die Stadt Schwabach übergeben hat, hat der Stadtrat im November einstimmig den im Bürgerbegehren „Neue Wege im Strassenbau“ geforderten Punkte zugestimmt und damit für die Zukunft übernommen. Damit ist ein Bürgerentscheid über dieses Thema nicht mehr erforderlich.

Hier noch mal die Punkte:

Um eine frühzeitige Unterrichtung der Anwohner zu gewährleisten, findet vor Planungsbeginn ein Ortstermin und ein Gespräch am „Runden Tisch“ mit den Anwohnern statt. Ausgenommen sind Straßen aus Bebauungsplänen.

Jeder Anwohner kann einen Antrag auf Stundung stellen. In diesem Fall wird durch die Stadt eine umfassende persönliche Beratung über die Möglichkeiten und Voraussetzungen dieser  Bezahlungsart durchgeführt. Die Entscheidung über die Stundung obliegt der Stadt unter Berücksichtigung der vorhandenen Gesetzeslage. Ablehnungen werden den Anwohnern schriftlich und mit Begründung zugestellt.

 
An dieser Stelle möchte ich mich bei den Bürgern der Stadt Schwabach, welche uns mit Ihren Unterschriften unterstützt haben, herzlich bedanken. Ebenso möchte ich mich bei meinen Helfern für Ihre unermüdliche Unterstützung während der Unterschriftensammlungen bedanken.

Meine Erkenntnisse aus dem Bürgerbegehren:

Wenn eine kleine Gruppe (wir waren 9 aktive Leute) den unbedingten Willen hat etwas zu verändern, so kann Sie das auch erreichen.

Die Gespräche/Kontakt mit den Bürgern sind ein tolles Erlebnis, auch wenn man nicht nur positives erlebt.

80 % der Bürger sind der Meinung, dass man in der Politik sowieso nichts mehr verändern kann (stimmt auffallend mit aktuellen Umfragen überein).

Die positiven Äußerungen bezüglich des Schwabacher Bauamtes waren sehr gering.

Ich hoffe das erfolgreiche Bürgerbegehren gibt den Bürgern wieder Hoffnung, dass man in der Politik doch noch etwas verändern kann.

 

Vorbild Schweiz

Januar 12th, 2012

Wunderbarer Artikel im Focus (Novemberausgabe 2011).

Autor: Roger Köppel, 46, ist Chefredakteur und Verleger des Zürcher Wochenmagazins „Weltwoche“.

http://www.focus.de/politik/deutschland/nehmt-die-schweiz-als-vorbild-ein-plaedoyer-von-roger-koeppel_aid_688249.html

Auszüge:

… Noch immer wankt die EU bedrohlich über einem Sumpf von Schulden. Die Probleme bleiben ungelöst. Es ist ein Irrglaube zu meinen, die Defizite könnten durch immer größere Rettungsringe abgebaut werden. Im Gegenteil. Die Milliardenhilfen beseitigen nur den Druck auf die Politiker, ihre Bücher endlich in Ordnung zu bringen.

An die Stelle der gewählten Politiker treten von Frankfurt, Paris und Brüssel gesalbte Technokraten und Professoren. In der Not wird die Demokratie als Hindernis empfunden. Schon heute entscheiden die Eliten, nicht die Bürger in Europa. Jetzt soll noch mehr Zentralismus, noch mehr EU, noch mehr Merkel/Sarkozy die Lösung bringen.

Es ist der falsche Weg. Die Abschaffung der Demokratie durch die EU wird die Probleme nicht beheben, sondern verschlimmern.

…, aber das Problem liegt tiefer. Die europäischen Politiker sind demokratisch zu wenig kontrolliert. Das gilt nicht nur für die Parlamentarier in Brüssel oder Straßburg. Schon auf nationalstaatlicher Stufe zeigen sich bei den Staatsausgaben die Grenzen der repräsentativen Demokratie. Wohl können die Bürger alle paar Jahre ihre Volksvertreter wählen. Aber sie haben nichts mehr zu sagen, wenn die Volksvertreter Gesetze und Ausgaben beschließen, die nicht finanzierbar sind. Die europäische Schuldenwirtschaft wurzelt in einem fundamentalen Mangel an Demokratie. Sie wird in der Euro-Krise weiter abgebaut.

In demokratiefeindlichen Zeiten avanciert die Schweiz zum leuchtenden Vorbild. Die Alpenrepublik ist das Land der Demokratie schlechthin.

Die umfassenden Mitbestimmungsrechte in öffentlichen Angelegenheiten schaffen Vertrauen, führen zur Machtbeschränkung der Regierenden, sind finanziell günstiger und stärken, wie namhafte Ökonomen nachgewiesen haben, sogar das Glücksempfinden der Schweizerinnen und Schweizer.  Mehr Demokratie, mehr direkte Demokratie lautet deshalb die Forderung unserer Tage, auch und gerade in Europa.

Eine über 150-jährige Erfolgsgeschichte zeigt, dass die Stimmbürger insgesamt keine katastrophalen Entscheide getroffen haben. Die Bürger sind nicht weniger urteilsfähig als die Politiker, im Gegenteil. Vor allem sind die Stimmbürger die Betroffenen.

Zwischen ihnen und den Politikern gibt es erhebliche Interessenkonflikte. Beispielsweise bei den Steuern: Politiker wollen Geld, viel Geld. Darum neigen sie dazu, Steuern und Abgaben laufend zu erhöhen, was die Bürger trifft. In der Schweiz liegt die Steuerhoheit deshalb bei den Stimmbürgern. Nicht einmal ein Zehntelprozent Mehrwertsteuererhöhung kann hier beschlossen werden, ohne dass die Mehrheit der Stimmenden und der Kantone ja sagen.

Die Schweiz hat weit gesündere Staatsfinanzen als die Nachbarn in Europa. Das EU-Nichtmitglied hält seit Ewigkeiten die Stabilitätskriterien des Euro ein.

Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl beurteilte in einer Fernsehsendung als sein größtes politisches Verdienst, das deutsche Volk über die Einführung des Euro beziehungsweise über die Abschaffung der D-Mark nicht befragt zu haben. In einem deutschen Schulbuch heißt es auf die Frage, warum die Bundesrepublik keine direkte Demokratie kenne, als Antwort: „Mangelnder Sachverstand, politisches Desinteresse vieler Bürger, Unüberschaubarkeit der politischen Prozesse, Gefahr der Emotionalisierung.“ In der direktdemokratischen Schweiz wäre beides unmöglich – weder eine solche Aussage eines Staatsmanns noch ein solches Schulbuch…..

Das Ganze erinnert mich etwas an eine inoffizielle Aussage eines Schwabacher Stadrates: Wenn man anfängt jeden Bürger nach seiner Meinung zu fragen endet dies im Chaos. Wie halten es die Schweizer nur in Ihrem Chaos aus ?

Tolle Internetseite entdeckt

Januar 9th, 2012

Habe im Internet eine sehr gut gemachte Seite zum Thema Demokratie/Polik/Ethik entdeckt. Nehmt euch einfach etwas Zeit dafür. Internet: www.aufrichtig.de

Hier einige Auszüge:

Bürgerwiderstand…
“Demokratie und Rechtsstaat funktionieren nicht ohne politisch aktive Bürgerschaft.” Der deutsche Bürger muss sich vor dem Hintergrund dieser berühmten Aussage eines aufrechten Demokraten wohl vorwerfen lassen, die letzten 20 Jahre zu Funktionsstörungen beigetragen zu haben, hat er es doch versäumt, entschieden genug gegen demokratische und rechtsstaatliche Versäumnisse und Verstösse seiner “Diener des Volkes” Widerstand zu leisten und damit den Übergang zu scheindemokratischen Verhältnissen begünstigt. Letztere sind insbesondere deshalb so hochgefährlich, weil – im Gegensatz zu offensichtlich diktatorisch handelnder Staatsmacht – sich unter dem Deckmäntelchen nicht mehr das befindet, was “drauf steht”.

Vielleicht ist Stuttgart21 ja die Chance der Bürger, sich ihre Mündigkeit zurückzuerobern. Nach Auffassung diverser Staatsrechtler ist das deutsche Volk noch zu keiner Zeit nach dem Kriege mit einer so “billigen” Politik abzuspeisen gewesen wie heute. Und zum wiederholten Male sei es gesagt: Es ist weder Polemik noch Populismus, wenn Tatsachen präzisiert in ihrer Dramatik dargestellt werden, und dramatisch ist bereits die Verharmlosung der sich uns nähernden Gefahren und Zustände weiss Gott…

„ Lebensqualität in einer wahren Demokratie gründet nicht auf die hierzulande verehrten Götzen Macht, Profit und Egoismus, sondern auf Menschlichkeit und Vertrauen , dass nicht missbraucht wird“.

Demo in Berlin: “Wir haben es satt”

Januar 4th, 2012

Hatte Post im Mailfach von Fr. Holluba-Rau / Bündis 90/Die Grünen.

Bund Naturschutz und Bündnis 90/Die Grünen laden zu einer Busfahrt nach Berlin ein. Näheres unter www.wir-haben-es-satt.de

Hin- und Rückfahrt kosten ca. 30 Euro. Termin: Samstag 21.01.2012

Thema: Gentechnik, Antibiotika, Gifte in unseren Nahrungsmitteln, Massentierhaltung, Lebensmittelskandale…….

Ich finde: “keine schlechte Sache”.

Hallo Welt!

Dezember 30th, 2011

Da ist er nun mein erster Blog. Dazu ein schweres Thema : Politik

Ich denke es ist an der Zeit, dass in Schwabach Politik für den Bürger nicht nur 4 Wochen vor der nächsten Wahl wichtig wird.

Deshalb soll dieser Blog eine neutrale und parteiunabhängige Plattform zum Meinungsaustausch über die Politik in Schwabach sein. Dies gilt sowohl für den Bürger als auch für die Politiker.

Gelebte Demokratie braucht sowohl engagierte Bürger als auch offene und dialogbereite Politiker.

Lassen Sie uns gemeinsam an einer neuen Politik mit stärkerer Bürgerbeteiligung arbeiten.



Eigenen Blog schreiben? Dann klicken sie hier.